Brockenwanderung 19.4.2018

Einem spontanen Impuls folgend, brach ich an diesem Tag zeitig früh auf, um den höchsten Berg Norddeutschlands und das Harzes zu erklimmen 😉
Ich hatte mich im Vorfeld schon ein wenig schlau gemacht und mir eine passende Aufstiegsroute ausgewählt. Es sollte von Oderbrück (nahe Torfhaus) losgehen, auf dem Kaiserweg, Richtung Dreieckiger Pfahl, den Kolonnenweg entlang (ehem. Grenze) und weiter auf dem neuen Goetheweg bis zum Gipfel.

Mich begleitete wunderschönes Wetter, frühmorgens ca. 10 °C, später dann ansteigend bis auf nahe 20 °C. Ich lief in meinen Barfussschuhen von senmotic, da Stücke des Weges auch mit feuchtem Untergrund gerechnet werden musste. Und dem war auch so. Ich musste sogar Schneefelder überqueren, was mit diesen Schuhen nur ganz langsam und bewusst ging, da sie auf Schnee total rutschig sind.
Nach einigen Kilometern spürte ich auch jeden Stein doppelt, da natürlich die Sohle sehr dünn gehalten ist und der Weg meist über Schotter führte.

Zum Streckenprofil und der Wegbeschaffenheit:

Abschnitt 1 – entlang der Oder
  • sehr urig, viel Wald und plätschernde Bäche, viel grün, meist Schatten – lässt sich gut als Einstieg laufen, tief atmen nicht vergessen 🙂
Abschnitt 2 – Forststraße bis Dreieckiger Pfahl
  • nach rechts abbiegen, auf der Forststraße weiter, hier gab es schon die ersten Schneereste, teils Schatten, teils Sonne – etwas anstrengender zu laufen, da der Untergrund härter
Abschnitt 3 – links auf Sandweg
  • nach dem dreieckigen Pfahl links abbiegen und dem Sandweg folgen, viel Sonne, gut zu laufen
Abschnitt 4 – Kolonnenweg (ehem. Grenze)
  • hier mehrere Schneefelder, sehr bergig, bergunter und das letzte Stück dann steil bergauf, „Betonmatten“ weniger gut zu laufen, Achtsamkeit ist gefragt, Sonne und Schatten wechseln ab
Abschnitt 5 – parallel der Brockenbahn
  • nach dem Steilstück trifft man auf die Brockenbahn, hält sich links und folgt dem Weg parallel der Bahn, hier die ersten Ausblicke Richtung West/Nordwest, meist sonnig, viel Wasser am Wegrand, teils auch über den Weg
Abschnitt 6 – Brockenstraße
  • Asphaltstraße von 1 km, steil bergan, sonnig
Oben angekommen, hatte ich einen weiten Blick, wenn auch der Horizont im Dunst lag. Da ich 8.30 Uhr gestartet war, erreichte ich den Gipfel um 10.30 Uhr, brauchte also 2 h bis hoch, im zügigen Tempo. Abwärts ging es innerhalb 1 ¾ h, war aber um einiges spürbarer, Knie- und Fußgelenke schmerzten immer mal wieder.

Wer gern wandert und die Natur liebt, sollte dies unbedingt einmal machen 🙂 … dabei möglichst frühzeitig starten, dann ist es wie bei mir, hochwärts war ich allein unterwegs, die ganzen 2 Stunden. Oben dann ca. 5 Leute, bevor es sich später zu füllen begann. Das Plateau ist großflächig, ein Rundweg umrundet den Gipfel. Sicht nach allen Seiten möglich. Essens- und Einkehrmöglichkeit, Toiletten und Souvenirs vorhanden. Ansonsten nur auf den Wegen laufen, da dort strengster Naturschutz gilt.
Meine Empfehlung:
  • bei stabiler Wetterlage gehen, da dort oben oft Nebel hängt
  • Kopfbedeckung bei Sonne
  • genügend Trinken und Essen dabei haben
  • Stock/Stöcke
  • sich nicht überfordern, in einem angenehmen Tempo laufen
  • kurze Pausen, mir geht es am besten, wenn ich erst am Ziel wirklich länger pausiere, zwischendurch mal etwas trinken, fotografieren oder kurz durchatmen hilft ebenso weiter
  • passende Schuhe, die nicht drücken und möglichst geländegängig sind
Es ist für all Jene eine Empfehlung, die mal von oben schauen wollen, vielleicht auch ihre Perspektive wechseln wollen (so wie ich 😉 ), die die Natur lieben und gern Abenteuer erleben 🙂
Viel Spaß!
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  • Kaiserweg

  • Brockenstraße