Nachdem dieses Wochenende für mich etwas seltsam begann, ich verweilte permanent in vergangen Bildern, erlebte bestimmte Sequenzen noch einmal, sah mich, meine Familie, sprach über die Zeiten in der damaligen DDR … nahm gestern alles eine ganz andere Wendung.
Es fühlte sich schon etwas komisch an, plötzlich wieder so nah in diesen vergangenen Zeiten zu sein und alles noch mal so zu sehen, wie es damals war (und so, als ob ich erneut dabei sei). Es war einfach wie ein Durchlauf. Es wurden mir die Bilder eingespielt, doch ohne Schmerz, mehr so neutral. Ich ließ das Ganze zu, verweilte aber nicht unnötig lange darin, im Gegenteil, danach wunderte ich mich schon etwas, wo dass denn alles plötzlich her kam.
Dann wandelte sich das „Geschehen“ … nach einem kurzen Zwischenstück, in dem ich mehr so neutral unterwegs war, bekam ich „Erinnerer“ in die Hände gespült. Bei einem Besuch in der Bibliothek fiel mir z.B. ein recht „altes“ Buch von Sabrina Fox in die Hände: „Die Sehnsucht unserer Seele“. Das wollte nun auch noch mit, obwohl mein Korb schon mit weiteren Büchern, meist Romanen, voll war 😉
Und genau das war es, was begann, mich an etwas in mir zu erinnern. Gleichzeitig bekam ich eine Übersetzung eines (wirklich langen) Newsletters geschenkt, in der es um all das ging, was seit Jahresbeginn mit uns geschah, wo wir uns jetzt befinden und wo es hingeht. Auch hier spürte ich, wie sich etwas in mir zu regen begann, wie bestimmte Sätze etwas öffneten, mich neugierig machten, mich berührten. Es war ein sanftes Erinnern … was noch weiter geht. Es war wie ein Beginn von etwas Neuem, etwas, was ich tief in mir weiß, was ich bisher nicht sehen und wahrnehmen konnte, ja auch gar nicht sehen wollte. Manche Dinge brauchen Zeit, um sich zu wandeln bzw. um klar zu werden. Andere Dinge wollen ans Licht unseres Daseins gelangen und warten geduldig, bis wir so weit und dafür bereit sind.
Wie ich dann heute morgen sah, flutete uns gestern Nachmittag von 15.00 – 19.00 Uhr eine heftige Lichtwelle, die manch einen zu bleierner Müdigkeit verhalft, einhergehend mit ziemlicher Orientierungslosigkeit oder, so wie bei mir, Aktivität hervorrief. Ich gestaltete mal wieder einen Raum um, verschönerte, rückte Möbel und gleichzeitig „alte“ Energien aus meinem Feld. Das war so befreiend, so leuchtend, so voller Freude … auch wenn ich für den Moment keine Ahnung habe, was daraus wird.
Dies ist derzeit ebenfalls ein großes Feld, dieses: „Was wird aus allem?“ Wo gehe ich hin?“
Mich erreichen allerdings immer wieder Nachrichten und Texte, in denen gesagt wird, dass wir jetzt an einem Punkt sind, wo wir rausgehen sollen und das, was wir „gelernt“ (ich sage mal, erinnert, geübt und verinnerlicht) haben, anwenden sollen. Ok, nur wie sieht das aus? Bei mir geht es momentan auf zwei Ebenen weiter, meine Arbeit hier (Blogschreiben, Angebote – die allerdings echt besser laufen könnten 😉 ) und eine Arbeit draußen, wo ich dabei bin, dieser mich jetzt anzunähern (ein Minijob) bzw. mir da was Passendes zu manifestieren. Das Interessante daran ist, dass ich beide Felder oder Ebenen als ihrs wahrnehme, so, als ob sie auf verschiedenen Frequenzen laufen und doch zu mir gehören. Beides ist richtig, beides will erfahren werden, beides bringt mich irgendwie weiter, bringt mir neue Erfahrungen, lässt mich eben „raus gehen“ …
Noch mal zurück zum Erinnern … es ist ein besonderes Gefühl, was mich da seit gestern durchströmt. Ein „ja“ schwingt mit, ein „Wie schön, endlich!“, ein „Ich sehe …“ und einiges mehr. Genauer bekomme ich all das noch nicht in Worte, doch dass es anders ist (wieder einmal), dass spüre ich deutlich 🙂
Vielleicht kann man es auch als „Anhebung“ bezeichnen oder als weitere Öffnung – auf jeden Fall komme ich mir vor, als ob mein System klarer sieht, auch wenn diese Klarheit noch nicht so ganz mit dem Konform geht, was ich meine, sehen zu wollen oder zu müssen. Ich glaube einfach, dass das, wo wir da gerade hinein steuern, nicht mehr deckungsgleich ist mit dem, was wir so lange gelebt haben. Alles ist neu! Alles ist anders! Denn wir sind anders! Keiner weiß genau, wo es hin geht und somit kann auch niemand sagen, wie sich jeder von uns dort fühlen wird. Unser Verstand wird eine Weile überfordert sein, es sei denn, wir nehmen ihn mit, bringen in ganz sacht dorthin, wo unser Herz „der Boss“ ist und es nur noch gemeinsam weiter geht … und doch werden uns immer wieder „alte“ Bilder begleiten, gewohnte Erfahrungen und Handlungsweisen verunsichern … es liegt an uns, ob wir uns verunsichern lassen oder einfach offen bleiben und vielleicht mit einem Funken Humor so manche Situation entschärfen (durchaus auch, wenn wir mit uns allein sind und bemerken, was wir gerade für ein altes Konstrukt bedienen).
Dieses Erinnern geht in eine weitere Stufe, eine Ebene „höher“ oder auch tiefer, eben wie man es gerade betrachten mag. Doch echt, ich finde, es macht Spaß, ist spannend und lässt in diesem Moment mein Inneres hüpfen 🙂
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