Diese Frage stelle ich mir heute morgen … warum? Tja, einfach weil da so viel mehr zu sein scheint, als ich sehen kann. Aber auch, weil gerade ein Gefühl da ist, was ich neu wahrnehme. Dieses Gefühl hat seit ein paar Tagen eine Stabilität erreicht, dass es mir immer wieder auffällt. Denn es ist da … auch wenn sich im Außen nichts verändert hat. Es ist da, auch wenn meine Tage so manches Mal leer erscheinen, ich mich auf eine Art unterfordert fühle. Es ist da, wenn mein Verstand anzuknüpfen versucht und mit neuen Ideen und Lösungen daher kommt, weil … man müsste doch … oder könnte ja … oder sollte, um …
Ich denke, ihr wißt, was ich meine 😉
Dieses Gefühl oder besser, dieser derzeitige Zustand hat schon was. Wenn ich ihn beschreiben würde, dann hat er was von einem tiefen Frieden, einem Frieden, der sich als großes Feld in mir und um mich herum ausdehnt. Dieser Frieden leuchtet auf eine ganz eigene Art und nimmt mich mit. Er bringt mir jeden Morgen die Vorfreude auf den neuen Tag, auch wenn ich meist nicht weiß, was mich erwartet bzw. ob mich etwas erwartet. Pläne und Termine sind derzeit selten, Merkur lässt grüßen 😉 … wie gesagt, trotz diesen leeren Feldes b i n ich … bin ich vermehrt im Moment, fühle ich mich und frage mich so manches Mal: „Worum geht es im Leben wirklich?“
Diese essentielle Frage zu beantworten, stellt mich gerade vor eine Herausforderung. Denn es kommen die unterschiedlichsten Momente. Da ist die Frage: „Was, wenn sich auch demnächst nicht viel mehr bewegt (in Bezug auf Finanzielles und meine Arbeit)?“ … oder die Frage: „Wie gehe ich mit dieser Unterforderung um?“ Damit meine ich, ich spüre in mir so eine Fülle, so eine Kraft, so ein Potential, das will raus, will gelebt, doch vor allem geteilt werden. Ich weiß, dass ich viel zu geben habe … ich weiß, dass all das so wichtig ist … nur weiß ich für den Moment nicht (noch nicht) wie genau dies sich ändern kann und ob ich etwas tun soll oder ob es wirklich reicht, mitzufließen und sich hinzugeben …
Dann sind da weitere Fragen: „Wie gehe ich mit dem Außen um, dass immer mal wieder Druck macht und meint, mir bestimmte „Lebensregeln“ vorgeben zu müssen?“ Hier ist mir klar, dass ich mich nicht mehr verbiegen kann und will! Ich weiß, dass wir aus höherer Sicht so ganz anders leben wollen und werden, ich weiß, dass wir nicht hier sind, um in engen Korsetten „zu verkümmern“ und uns weiter klein halten und einengen zu lassen …
Natürlich frage ich meine Karten, bitte um Antworten auf allen möglichen Ebenen, doch das Einzige, was ich immer wieder zu hören (und lesen) bekomme, ist: Hab Geduld! Alles verläuft nach Plan! … hm … ja also … echt jetzt 😉
Was mir gleichzeitig auffällt, ist, dass ich tatsächlich auch meinen Blick erweitert habe. Ich schaue mehr „von oben“ auf alle Situationen. Das bringt Ruhe ins Feld und ich kann öfter annehmen, was ist.
Doch zurück zur Frage: „Worum geht es im Leben?“ … Manchmal habe ich dazu im Kopf: „Ihr lasst euch ganz schön Zeit da oben!“ – bitte mit Humor betrachten! … weil, wenn der ungeduldige Teil in mir zu rattern anfängt, dann wird’s brenzlig. Dann muss ich schauen, dass ich nicht in die falschen Felder rutsche oder mich in den Begrenzungen wieder finde, die ich ja gerade erst verlassen habe. Doch oft geht es nicht anders und ich grummele so vor mich hin. War langsam sein doch noch nie so recht meine Stärke 😉 … auch wenn sich das schon sehr verändert hat.
Auch mit dem Wissen, dass es so ganz verschiedene Phasen im Leben gibt, ist es nicht viel leichter. Und, mir fehlt auch ab und zu ein Abgleich, ob es anderen ähnlich geht, wie sie damit umgehen, was ihnen hilft … ich finde dazu wenig, was meine Worte und mein Fühlen bestätigt. Oftmals springt einen eher das Gegenteil an, man meint dann, alle anderen laufen auf gewissen „Erfolgsschienen“, sind präsent, haben die Möglichkeit, Suchenden zu helfen, werden gefunden … ob dem so ist, wer weiß? Auch von diesen vermeintlichen „Bildern“ löse ich mich gerade und gehe wieder zurück zu mir. Denn wir wissen und üben uns darin, wir selbst zu sein, so einzigartig und mit allem, was wir hierher mitgebracht haben. Ich erinnere mich da auch immer wieder daran, oft, indem ich Dinge nachlese, die mich berühren oder meine Seele erinnern oder indem ich mich tief mit mir verbinde, was mir draußen, in dieser aufblühenden Natur am besten gelingt.
Nun, ich glaube, diese Frage wird mich weiter beschäftigen und vielleicht auch hier mehr Klarheit bringen. Und wenn ihr Ähnliches fühlt, würde ich mich über Rückmeldungen freuen 🙂
PS: Gerade wegen all dem, was ich hier beschrieben habe, ist es mir wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen, dass ich in meine Blogarbeit einiges an Zeit und Herzblut gebe. Wer die Möglichkeit hat, mich mit einer Spende zu unterstützen, möge dies bitte tun! Auch kleine Beiträge helfen weiter 🙂 … danke ♥